Im Jahre 1941 wurden in der Bundesrepublik Deutschland zunächst zweistellige Postleitzahlen flächendeckend eingeführt. Diese erste Generation der Postleitzahlen wurde 1962 in Westdeutschland beziehungsweise 196 in Ostdeutschland durch zwei von einander unabhängige Systeme mit vierstelligen Postleitzahlen abgelöst.
Diese wurden dann wiederum nach der deutschen Wiedervereinigung vom heutigen, fünfstelligen System abgelöst.
Im deutschen Bundesgebiet werden für den Postversand seit Juli 1993 Postleitzahlen mit fünf Stellen verwendet, welche von der Deutschen Post AG festgelegt bzw. vergeben werden. An jeder der fünf Stellen steht eine dezimale Ziffer von 0 bis 9.
Neben den Postleitzahlen die im Allgemeinen für geographische Zustellgebiete vergeben werden, gibt es auch eigene Postleitzahlen für Grosskunden wie beispielsweise die BMW AG in München und Postfachschränke.
Vergaben und Systematik der Postleitzahlen
Ziffer 1 der aktuellen fünfstelligen Postleitzahlen bezeichnet die sogenannte Postleitzahlen-Zone (und damit den Verkehrsflughafen, ab dem die Post ausgeliefert wird).
Die zweite Ziffer definiert die Postleitzahl-Region (die ersten beiden Ziffern werden als Postleitregion beziehungsweise Leitregion bezeichnet; meist im Gegenuhrzeigersinn vom Zentralort aus fortlaufend beginnend im Süden). In den Postleitregionen sind alle die Posteleitgebiete zusammengefasst, welche die gleichen beiden Anfangsziffern haben.
In diesen Leitregionen sind Nummernbereiche zwischen 20 und 200 Nummern für Leitbereiche vergeben, worin jeder Gemeinde ein Nummernbereich zugeordnet wird, beginnend mit dem Hauptort des Leitbereichs. Danach wurde teilweise nach Einwohnerzahl, teilweise alphabetisch weiterverteilt. Im Nummernbereich einer Gemeinde sind die niedrigsten Nummern für Postlagerausgaben (Postfächer), die Nummern danach für Grossempfänger und die höchsten Nummern für Zustellbezirke vergeben. Die Leitbereiche sind insbesondere wichtig für die Zustellung von Massenbriefsendungen (z.B. Infopost).